Teil eines Werkes 
2. Bd. (1864)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

44

abzuſchaben, welche dann von anderen Sclaven zu der Mühle getragen und von einem Knaben auf⸗ geſchüttet wurden. Indeſſen war ein kräftiger Stier hereingeführt und mit verbundenen Augen an den ſenkrecht laufenden Schaft geſpannt, welcher das Hauptrad drehte und die hineingeworfenen Wurzeln zerrieb. Das von dem giftigen Safte noch durchdrungene Geſchabe wurde dann in grob gewebte Säcke gepackt.

An der Seite des Schuppens waren für dieſe Säcke Preſſen angebracht, rohe, ſtarke Holzſchrau⸗ ben mit Löchern zu Hebebäumen, wie ſie auf Schiffen am Gangſpill ſind. Unter dieſe kamen die Säcke, unter jede Schraube einer, und wurden erſt ein Wenig angeſchraubt, daß der Saft aus dem Gewebe herauslief, der ſich dann unten in einer Rinne fing und in eine Grube lief. Jede halbe Stunde etwa zogen beſondere Leute die Schraube feſter und feſter an, bis der Sack zu der Form eines kleinen Schweizerkäſes feſt und hart zuſammengedrückt und der letzte Saft aus dem jetzt zu Mehl gewordenen Geſchabe entfernt war.

Hinten an der Wand, auf einer Art von Back⸗ ofen, ſtand außerdem eine rieſige eiſerne Pfanne über dem Feuer. Dort hinein kam das immer

noch etwas feuchte Mehl, und ein Neger rührte: