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Eben ſo einfach wie das ganze Haus waren die Möbel, welche allein aus ſchlicht gehobeltem Holze beſtanden, und ſtatt der Betten dienten auf ein Geſtell ſcharf angeſpannte Kuhhäute, auf denen ein paar wollene Decken und ein mit wilder Baum⸗ wolle ausgeſtopftes Kopfkiſſen lagen. Unter jedem Bett aber ſtanden ein Paar Pantoffeln für etwa eintreffende Fremde, denn es ſcheint faſt, als ob ſich ein Braſilianer keine Exiſtenz außer in Pan⸗ toffeln denken könnte. Er trägt dieſelben nicht allein im Hauſe, ſondern auch auf ſeinen Spa⸗ ziergängen, ja ſelbſt auf Reiſen, und Braſilianer in Schlapppantoffeln zu Pferde ſind gar nicht etwas ſo Seltenes. So viel iſt gewiß, ſo wie er ein Dampfboot betritt, zieht er augenblicklich die ihm läſtigen Schuhe aus und ſeine ihm weit be⸗ quemeren Pantoffeln an, ſelbſt wenn die übrigens rein gewaſchenen Socken oft an den Hacken ſehr bedenkliche Löcher zeigen.
Für Bequemlichkeit hat deshalb der braſilia⸗ niſche Pflanzer wohl einen Sinn, für Wohnlichkeit oder Häuslichkeit aber gewiß nicht, und er ver⸗ wendet ſein Geld viel lieber auf ein mit ſchwerem Silber überladenes Reitzeug oder Pferdegeſchirr, als auf den Platz, der ihm und ſeiner Familie zur Wohnung dient, der alſo ſeine Heimath ſein


