2. Die Naniok-Mühle.
Etwa zwölf Legoas die Küſte abwärts und eine volle Legoa in den Wald hinein lag eine große, trefflich gehaltene und beſtellte Chagra oder Plan⸗ tage, mit weiten Mais⸗, Bohnen⸗ und beſonders Maniokfeldern*), in welchen letzteren eine An⸗
*) Die Maniok⸗Wurzel iſt eine der Kartoffel nicht un⸗ ähnliche Knolle, welche mit Bohnen und Schweinefleiſch das Haupt⸗Nahrungsmittel der Braſilianer bildet. Sie wächſt, als Wurzel eines Strauches, aber nicht rund, ſondern lang, nur unter der Erde und oft bis zu Armesdicke, mit einer dünnen, braunen Schale, wie die Kartoffel. Sonderbarer Weiſe iſt ſie giftig, wenigſtens der Saft derſelben, und ſie muß deshalb zerrieben und ausgepreßt werden, wonach man das dadurch erhaltene grobe Mehl dörrt und zu den Speiſen verwendet. Eine ganz ähnliche Wurzel wie die Maniok, und in Strauch und Knolle kaum von ihr zu unterſcheiden, iſt die beſonders in Peru und Ecuador angepflanzte Yuka, welche aber kein Gift enthält und häufig geröſtet gegeſſen wird.


