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Eifer, etwas Ernſtliches zu beginnen, und die Frau Gräfin ſelber war ihm mit Intereſſe dabei gefolgt. Nur Oskar langweilte ſich; aber er wußte, daß im Wirthshauſe Ball ſei. Allerdings würde ihm ſeine Mutter nie die Erlaubniß gegeben haben, dem beizuwohnen, deshalb erſparte er ihr das Unangenehme einer Weigerung, verließ un⸗ bemerkt das Zimmer und ging eben ohne Er⸗ laubniß.
Herr von Pulteleben erzählte jetzt von ſeiner Reiſe und den Abenteuern derſelben, und da er wirklich gar Nichts dabei erlebt, wurde die Frau Gräfin endlich müde und ſchlief ein.
Helene ſetzte ſich auf kurze Zeit an's Clavier, aber ihr Gaſt war nichts weniger als muſtkaliſch, und da er auch keinen Geſchmack an den kleinen, reizenden Liedern fand und ſie immer nur— oft mitten in einem Stücke— bat, einen Walzer oder Galopp zu ſpielen, ermüdete Helene ebenfalls.
Es war Zeit zum Schlafengehen geworden, das Mädchen wurde gerufen, um dem Fremden in ſein Zimmer zu leuchten, und Helene ging in das ihrige, ſtellte das Licht auf den Tiſch, ſtützte den Arm auf das offene Fenſter, zu dem der balſamiſche Duft der Orangenblüthen voll herein⸗


