Teil eines Werkes 
1. Bd. (1864)
Entstehung
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aber 5 glaube kaum, daß Sie noch einen ſo dum⸗ men en, der Ihnen drei Monate nur der Ehre dege ſchuhputzer macht.“— Und ſich da⸗ dem Abſatze herumdrehend, ſchlen⸗ der in's Haus zurück, ging auf ſein packte ſeine Sachen zuſammen und ver⸗ ließ eine halbe Stunde ſpäter in der That, ohne ein weiteres Abſchiedswort, die gräfliche Familie.

„Das haſt Du nun von Deiner Heftigkeit,“ ſagte die Gräfin, drehte ſich ab und ſchritt würde⸗ voll in das Haus hinein.

Graf Oskar biß wüthend die Zähne zuſammen und hätte ſeinen Zorn gern an irgend Jemandem ausgelaſſen; aber es war Niemand da, von dem er vermuthen durfte, daß er es ich gefallen

laſſen würde. Sein Sattel allein mußte es ent⸗

gelten, den er ſelber abſchnallte und dann völlig rückſichtslos über den Gartenzaun, mitten zwiſchen

die Blumen, hinwarf;— dann führte er ſein Pferd

in die kleine Umzäunung, wo die Thiere gewöhn⸗ lich gefüttert wurden, nahm ihm den Zaum dort ab und ließ es laufen. Von Herumführen oder Abreiben war keine Rede mehr.

Comteſſe Helene indeſſen war einigermaßen in Verlegenheit, denn da ſich ihr Bruder in ſeinem Ingrimme gar nicht um ſie bekümmerte, wußte ſie