Teil eines Werkes 
1. Bd. (1864)
Entstehung
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ganzen Ort geflogen waren, mit donnernden Hufen die Straße herabfegten, und dicht vor dem Hauſe ihre Thiere ſo raſch herumwarfen, daß ſie die alte Dame faſt gefährdet hätten.

„Aber Helene, aber Oskar!“ rief ſie entſetzt, indem ſie raſch das Gartenthor zwiſchen ſich und die Pferde brachte—„Ihr reitet ja wie die Wahnſinnigen, und ſeht gar nicht wohin Ihr rennt! Daß Ihr die Thiere dabei ruinirt, ſcheint Euch ebenfalls nicht im Mindeſten zu kümmern!“

„Nicht böſe, Mütterchen, nicht böſe,“ lachte He⸗ lene, indem ſie den Hals ihres noch immer tan⸗ zenden und courbettirenden Schimmels klopfte; „Oskar behauptete aber, daß ſein Rappe flüchtiger wäre als meine Sylphide, und da habe ich ihm eben das Gegentheil— aber, Sylphide— ruhig, mein Herz, ruhig— wie wild ſie nur geworden

iſt, weil ich ſie die beiden letzten Tage nicht ge⸗

ritten habe!“

„Du hatteſt von Anfang an einen Vorſprung,“ rief Oskar,„ſonſt wäreſt Du mir wahrhaftig nicht vorgekommen; und dann verlor ich gleich beim Abreiten einen von meinen Sporen, was mich auch aufhielt.“

„Einen von Deinen ſilbernen Sporen?“ rief die Frau Gräfin.