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Californische Skizzen / [Friedrich Gerstäcker]
Entstehung
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waren, ſpielten aus den verſchiedenen Zelten in eben ſo viel verſchiedenen Tonarten den Yankee doodle, hail Columbia und the star spangled banner. Eine Unmaſſe von Brandy und Claret wurde dabei conſumirt, und Abends brannten an allen Ecken und Enden Freudenfeuer. Herrliches Material hierzu lie⸗ ferten trockene und verlaſſene Laubhütten, wie dürre Fichtenbäume, die die Flammen hoch zum Himmel emporwirbelten, und an einer mitten in der Stadt ſtehenden, rieſigen Kiefer, der man bis auf den ober⸗ ſten ſtehen gelaſſenen Büſchel die Aeſte alle um we⸗ nige Zoll vom Stamm abgeſägt hatte, war ſogar hoch oben ein Transparent mit dem roth flammenden Worte Liberty angebracht. Gegen zehn Uhr Abends, als der Brandy ſichtlich die Oberhand gewonnen, be⸗ mühten ſich ſogar einige tolle Geſellen den ganzen Baum in Brand zu ſetzen, der ſich dann unvermeid⸗ lich quer über das ganze Zeltdorf hinübergelegt hätte. Der Baum war aber klüger als die Menſchen, und weigerte ſich hartnäckig Feuer zu fangen.

Die Indianer hatten ſich indeſſen, wahrſcheinlich der Verſicherung des Conſtabels trauend, in ihre ver⸗ ſchiedenen Lagerplätze zurückgezogen, wenigſtens ſah man keinen von ihnen mehr in der Stadt. Nur zwei Betrunkene trieben ſich mitten in der Straße, beſon⸗

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