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Blau Wasser : Skizzen aus See- und Inselleben / von Friedrich Gerstäcker
Entstehung
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Mißtrauiſch überlief ſein Blick das Deck, aber er hütete ſich wohl die mindeſte Furcht zu zeigen. Da⸗ bei aber konnte es ihm nicht entgehen, daß der erſte Harpunier, ehe er in das Boot ſtieg, raſch ein paar Worte mit dem dritten Harpunier wechſelte, und dieſer warf ebenfalls einen überraſchten flüchtigen Blick nach ihm hinüber. Er wußte jetzt, er war ein Gefangener— aber was jetzt thun? An Flucht mit dem Canoe war nicht zu denken— er hatte vorher ſchon geſehen, wie viel raſcher die Seeleute mit dem ſchwer mit Früchten beladenen Wallfiſchboot gefahren waren; das leichte leere Boot hätte ſie eingeholt, ehe ſie zwei Schiffslängen entfernt geweſen wären. Ge⸗ waltſame Befreiung? An dieſer Seite der Inſel lagen nur drei Canoes, und was hätten die unbe⸗ waffneten Indianer, ſelbſt wenn ſie ſich ſeinethalben hätten ſchlagen wollen, gegen die Mannſchaft eines Wallfiſchfängers ausrichten können?— Die einzige Möglichkeit blieb, die Eingeborenen zu veranlaſſen die Mannſchaft der beiden Boote, oder wenigſtens nur die Offiziere gewiſſermaßen als Geißeln zurück zu halten, bis er ſelber ausgeliefert wäre; aber dann mußte er das Canoe jetzt fort und an Land ſchicken.

Der Kapitän hatte ebenfalls hinten am Steuer mit dem dritten Harpunier geſprochen und ſtieg jetzt