3
Wenig waren ſie dabei mit den Weißen, die ſich ſchon auf den benachbarten Inſelgruppen feſtgeſetzt, ja einen Theil derſelben ſogar gewaltſam in Beſitz ge⸗ nommen, in Berührung gekommen. Zwei Miſſionäre ſiedelten ſich allerdings an der Nordſeite der Inſel an, deren gutmüthige Bewohner ſie bald ihrem Glauben gewonnen hatten. In wirklich innigem Verkehr mit ihnen lebte aber nur ein einziger Weißer, ein junger, blauäugiger, frohſinniger Schotte, der vor fünf oder ſechs Jahren auf einer der Tongainſeln einem Wallfiſchfahrer, auf dem er als Zimmermann gefahren, entlaufen war und ſeinen Weg hierher ge⸗ funden hatte. Hier aber feſſelte ihn ſein Herz. Er verliebte ſich in eines von den lieben Geſichtern der jungen Tubuai⸗Mädchen, die dort zu Dutzenden um⸗ herliefen, und da ihm das ſtille gemüthliche Leben dieſes, wenn auch von der Welt abgeſchiedenen, doch reizenden Platzes ebenfalls gefiel, und die Eltern nicht die geringſten Schwierigkeiten machten, ſondern nur eine rechtsgültige Trauung von dem Miſſionär verlangten, gab er ſein unſtätes Umhertreiben auf und wurde erſtlich ein verheiratheter Mann, und dann ſpäter Familienvater auf Tubuai. 4
Er ſelber war zwar nur mit der Schulbildung aufgewachſen, die Knaben in ſeinen Verhältniſſen


