Teil eines Werkes 
1. Bd. (1859)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

die nachläſſig offen gelaſſenen Gardinen in den un⸗ heimlich öden Raum, und blitzte von der hellen Po⸗ litur des Theetiſches wider, und blinzte nach dem breiten Spiegel hinüber, der ihm gerade gegenüber, über dem Sopha hing..

Ach, ſeufzte da eine leiſe feine Stimme, und ſie klang klar und deutlich durch den ganzen Saal. Wohl eine halbe Stunde hatte tiefes, auch durch keinen Laut unterbrochenes Schweigen auf dem düſtern Raum ge⸗ legen, und ſelbſt dieſer leiſe Seufzer ſchien ſich zu ſcheuen, den faſt unheimlichen Frieden zu ſtören. Nach allen vier Ecken ſtahl er ſich hinauf, einen heimlichen Schlupfwinkel zu finden und Niemanden ahnen zu laſſen, daß er es geweſen, der eben ſolch einen entſetz⸗ lichen Spektakel in dem Heiligthum vollführt.

Alles war wieder ruhig geworden, und nur das regelmäßige Ticktack der großen Bronzeuhr und das leiſe Bohren eines Holzkäfers klangen durch die Nacht, und es war faſt als ob der Käfer nach dem Takt der Uhr ſeine Arbeit fortſetzte, ſo genau hielt er das Zeit⸗ maaß nach den ſcharfen abgemeſſenen Tönen.

Ach, tönte da noch ein Mal derſelbe Seufzer, lauter faſt als vorher, und der Ton kam augenſchein⸗ lich von dem ſchön polirten Theetiſch her, der noch,