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Rückſichten. Nur wo es ihm das Geſetz verbietet, hält er die Schonzeit ein, und ſelbſt dann nicht, wenn er glaubt, daß es unbemerkt geſchehen könne. Daß den Waidmann ſolche„Aasjägerei“ verdrießt, läßt ſich denken, und nur die Bauern überall mit den nichts⸗ nutzigſten Schießprügeln ſumherlaufen zu ſehen, ohne ſie hindern zu dürfen, ärgert ihn jetzt deſto mehr.
Was kümmert das aber den Bauern? Er hat durch die neuen Geſetze das Recht bekommen auf ſei⸗ nen eigenen Feldern„zu jagen“, wie er's nennt, und mit ſeinem alten Haß gegen den armen Haſen, der ihm früher ungeſtraft den Kohl fraß, rottet er Alles aus, was ihm vor die Flinte kommt. Die edle Jagd⸗ paſſion ſelber kennt er nicht, es iſt ihm alſo auch gleich⸗ gültig, ob es im nächſten Jahr noch etwas zu ſchießen giebt, nur„umbringen“ will er das„Viehzeug“, das draußen auf ſeinen Feldern herumläuft und wenn er das erreicht, iſt ſein Zweck erfüllt. Das nennt er Jagd.
Die Bauern in Hollendeik wußten dabei recht gut, weshalb die„Grünröcke“ dem Hirſchwirth aufſäſſig waren. Daß die ihn eben nicht leiden konnten, hob ihn aber nur in ihrer Gunſt, und der Hirſchwirth ſtand ſich gerade nicht ſchlecht dabei. Ob er geſtohlenes Wild kaufte oder nicht, ging ſie Nichts an, ja wenn ſie


