Teil eines Werkes 
1. Bd. (1859)
Entstehung
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wie der Wirth hieß, ſtand nämlich in dem Verdacht, das diele Wild, das er verbrauchte, nicht immer aus der rechten Quelle zu beziehen, ſondern wenn er auch nicht ſelber wilderte, doch mit den Wilderern in der Nachbarſchaft in gefährlicher V Verbindung g zu ſtehen. Es war aber außerordentlich ſchwer ihn darin zu über⸗ führen, denn er kaufte auch ziemlich viel herrſchaftliches Wild, und was er außerdem von über der Grenze her⸗

über bezog, konnte ihm gar nicht nachgerechnet werden.

Ob er alſo mit Wilderern direct verkehrte oder nicht, ließ ſich nicht beweiſen, wenn man ihn nicht eben einmal auf friſcher That ertappte, und dazu war Ker⸗ delmann zu geſcheut, hatte ſich wenigſtens bis jetzt,

trotz allen Aufpaſſens, noch nicht die mindeſte Blöße

gegeben.

Daß das die Forſtleute ärgerte, läßt ſich denken, und während Kerdelmann fortwährend außerordentlich freundlich und höflich gegen ſie blieb, haßten ſie ihn nur deſto offener, und manche von ihnen gaben ſich

nicht einmal die Mühe, ihren Groll zu verheimlichen.

So ſtanden die Sachen, als der erſte Sonntag im November eine große Zahl von Forſtbeamten in Hollendeik verſammelt hatte, um örtliche Forſt⸗ und Jagdintereſſen zu beſprechen, wie auch zugleich einen alten Streit über die Jagdgrenze mit dem Nachbar⸗