zu verbleiben. Petrus war herzensfroh, und wie er vom Himmel herabfuhr, nahm er ſich vor, ein paar Monate mit ſeinen Freun⸗ den in Luſt und Jubel zu leben; aber wie er die Erde erreicht, fand er die Sachen ſehr ver⸗ aͤndert, und war ſchon am dritten Tage mit einem gar ſauern Geſicht wieder in dem Him⸗ mel, wo ihn der Herr fragte:.
„Petrusl wie geſchieht es, daß du dieß⸗ mal ſo ſchnell heim kommſt?“
Und Petrus entgegnete:
„O Herr! ſeit ich nicht auf Erden war, hat ſich Alles verkehrt; es iſt nicht mehr ſo luſtig als im vorigen Jahre, denn Wein und Getreide ſind verdorben; das Volk ſtirbt ſchier Hungers und dabei herrſcht uͤberall Peſt, Krieg, Gefaͤngniß, Raub, Mord und Brand— des⸗ halb lebt man nicht mehr im Jubel, ſondern Jeder bleibt traurig zu Hauſe, ſich mit Seuf⸗ zen und Weinen die Zeit zu vertreiben. Da mochte ich nicht laͤnger unten bleiben, weil es gar ſo langweilig zugeht.“
Und der Herr fragte weiter:
„Sage, Petrusl! weil das Volk ſo ſchwe⸗ res Leiden erduldet, fragt denn uoch NMiemand nach mir?“ Aber Petrus erwiederte:


