—
—˖·ꝗ˖Qᷓᷓ—ᷓA”
Nun lebte allda ein altes Weib, welches ſich auf Zauberkünſte verſtand; ſie ſandte ih⸗ ren Sohn ab, er ſolle des Koͤnigs Gold von der Stange holen, ſie wolle dann durch ihre
ſchwarze Kunſt ihm ſchon⸗ die Strafe erſparen;
als jedoch der Sohn das Gold geſtohlen hatte, wurde es gleich am fruͤhen Morgen lautbar, und man fing Mutter und Sohn, um ſie an den Galgen zu haͤngen.— Aber ſiehe! auf dem Wege zum Richtplatz verwandelte ſich die Alte in einen Stier und die Geſtalt des Jung⸗ lings veraͤnderte ſich in ein Kalb. Das Volk ſtaunte uͤber ein ſo großes Wunder, und der Koͤnig ſtieg vom Roſſe, um das Ding in der Naͤhe zu betrachten; doch kaum hatte ihn der Stier abſteigen ſehen, ſo lief er mit tuͤckiſchem Geſichte auf ihn zu, und ſtieß ſein Horn in des Koͤnigs rechte Seite, worauf Stier und Kalb den Augen des Volkes verſchwunden wa⸗ ren, welches herbei eilte, ſeinem verwunde⸗ ten Herrn zu helfen, der ſogleich in ſeinen Pale laſt getragen wurde, wo er am dritten Tage, viel bedauert, dahin ſtarb; das boͤſe Weib aber ward uimmer in Daͤnemark geſehen.
A 1 i. 1. 611


