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in dieſem weilte vor alten Zeiten ein Haus⸗ geiſt, der wohl nicht viel weniger bekannt und berühmt war, als die weiße Frau von Neu⸗ haus in Boͤhmen, da er mit derſelben Sorg⸗ falt und Befliſſenheit ſich des Schloſſes an⸗ nahm, und ob der Schick ſale ſeiner Bewohner wachte.
Der gute Geiſt trug einen langen, ſchwar⸗ zen Mantel, der ihm hinten nachſchleppte, (wovon er den Namen Langmante l erhielt,) um den Hals trug er eine altvaͤteriſche Krauſe, einen hohen, ſpitzen Hut auf dem Haupte, und ein langer weißer Bart hing ihm uͤber die Bruſt herunter; aber wie er gleichſam die Be⸗ wachung des ganzen Schloſſes allein uͤber ſich genommen, ſo duldete er weder in den Gaͤrten und Forſten noch in den Staͤllen einen Waͤch⸗ ter, noch weniger Hunde, welche er oft ſo er⸗ barmlich zerpeitſchte, daß man ſie des folgen⸗ den Tages halb todt wieder fand, und ſo lange der Geiſt das Schloß bewachte, wurde nie⸗ mals etwas von einem Diebſtahl oder der ge⸗ ringſten Entfremdung gehoͤrt. Ueberdieß er⸗ zaͤhlte eine bejahrte Beſchließerinn von dem Hausgeiſt Folgendes:
„Der Langmantel iſt ein recht gurmie thiges Weſen, und mir ſeit dreißig Jahren in
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