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Der Löwenjäger / Jules Gerard. Nach dem Franz. von August Diezmann
Entstehung
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128 Die rechte Löwenjagd in Algier. 3 3 lockt den Jägern entgegen, die ihn an einer geeigneten Stelle ere warten. Nach der zweiten folgt man vorſichtig der Fährte des Thieres, um daſſelbe wo möglich im Schlafe zu überrumpeln;

nach der dritten endlich lockt man ihn durch ein lebendiges Stück

Vieh an. Amar hatte ſich überzeugt, daß ein Angriff auf das Lager ſelbſt wegen des dichten Gebüſches nicht möglich ſei und ich ent⸗ ſchied mich alſo für die Lockſpeiſe.

Am 26. Abends um ſieben Uhr brach ich mit meinem Spahi Hamida und zwei Kundſchaftern auf, welche meine Waffen trugen und eine Ziege führten. Das Lager des Löwen befand ſich am ſüdlichen Abhange, wenigſtens hundert Schritte von der Schlucht, in welcher ein Bach floß. Am entgegengeſetzten Hange an dieſer Schlucht ſah ich eine etwa funfzehn Ellen breite Lichtung, um welche große Bäume ſtanden und die wenigſtens hundertundfunf⸗ zig Schritte von dem Löwenlager entfernt war.

Während einer meiner Leute die Ziege an eine Wurzel in die Mitte der Lichtung band und die andern mir meine Waffen reich⸗ ten, zeigte ſich uns der Löwe am Fuße des ſogenannten Löwen⸗ felſen und ſah uns zu. Ich begab mich raſch an den Waldſaum, dem Löwen gegenüber, fünf bis ſechs Schritte von der Ziege, de laut meckerte als die Leute ſich entfernten und alle ihre Kraft aufbot, ſich loszureißen und zu mir zu kommen.

Der Löwe war verſchwunden. Er kam ohne Zweifel im Schatten der hohen Bäume her, ſodaß ich ihn nicht ſehen konnte. Ich hatte mit dem Dolche einige Zweige abgeſchnitten, die mir bei dem Schießen hinderlich ſein konnten und wollte mich eben ſetzen als die Ziege mit einem Male ganz ſtill wurde, an allen Gliedern zitterte, und bald nach mir bald nach der Schlucht hin ſah als wollte ſie ſagen:Der Löwe iſt da, ich ahne es; er wird kommen, ich höre ihn; er kommt, ich ſehe ihn. Ich ſah ihn nun auch. Er kam langſam die Schlucht herauf und blieb am Rande