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Der Löwenjäger / Jules Gerard. Nach dem Franz. von August Diezmann
Entstehung
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120 Die rechte Löwenjagd in Algier.

ſich. Der Knabe, den wir ſchon kennen, iſt ganz in dem Zelte verſchwunden; im Dunkel kann er ſeinen Feind nicht ſehen, aber er hört ihn athmen und ſchleicht zu ihm. Da liegt der Kopf. Ein Piſtolenſchuß knallt und Alles iſt geſchehen. Eine Stunde ſpäter ſchnarchen unſere drei Mörder in ihren Zelten. Am andern Tage wird der Knabe zum Mann erklärt und er erhält eine be⸗ rathende Stimme in den Verſammlungen. Seine Genoſſen ſpre⸗ chen mit Ehrfurcht von ihm und irgend ein hübſches Mädchen be⸗ lohnt ihn für ſeine ſchöne That.

Der Mann, der eine ſolche Erziehung genoſſen hat, muß mu⸗ thig, auch in der Nacht muthig ſein. Ja, unter Denen, welche um Sie her kauern, giebt es wohl zwanzig, die ohne mit den Wim⸗ pern zu zucken ihren Kopf dem Yatagan darbieten, dagegen wür⸗ den Sie nicht Einen finden, der Muth genug hat, geradezu den Feind anzugreifen, der ihnen ſo großen Schaden zufügt. Woher dieſe Furcht vor den Löwen? Von den zahlreichen Beweiſen ſei⸗ ner Kraft und ſeines Muthes, die er ihnen gegeben hat. Es kommt gar oft zu Kämpfen, aber immer iſt der Löwe der Stär⸗ kere und wenn er der überlegenen Zahl unterliegt, iſt doch der Sieg ſtets theuer erkauft.

Erkennen Sie daraus, wie ſchön Ihre Aufgabe iſt, während doch die Araber die Europäer ſonſt ziemlich geringſchätzen. Thun Sie den Armen Gutes, ſo werden ſie ſagen, Sie wüßten Ihr Geld nicht anzuwenden, und Sie durchaus nicht höher ſchätzen. Laſſen Sie Gerechtigkeit widerfahren, ſo heißt es, Sie thäten es nur, um ſie zu gewinnen, ſie zu Ihrem Glauben, zu Ihren Ge⸗ wohnheiten zu bekehren und man wird mistrauiſch. Zeigen Sie ſich dagegen als den Stärkern und Muthigern und Sie werden Achtung und Verehrung finden; Sie werden ihnen immer und überall imponiren und Keiner wird es wagen Sie gerade an⸗ zuſehen.

Khren wir nun zu dem Mahuna zurück.