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Der Löwenjäger / Jules Gerard. Nach dem Franz. von August Diezmann
Entstehung
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100 Die rechte Löwenjagd in Algier.

dem Duar, weil die Räuber, die in allen finſteren Nächten um die Zeltdörfer ſchleichen, gewöhnlich von unten oder hinten herankommen, wo ſie weniger geſehen werden, und weil Sie trotz der Wache Unglück haben könnten, denn die Araber gewin⸗ nen für ſich durch Chriſtenmord gern ein Plätzchen im Pa⸗ radieſe, wie ſie denn auch einen feindlichen Stamm gern durch Er⸗ mordung eines Franzoſen in Verlegenheit bringen.

Nun ſind Sie unter den Arabern.

Kaum iſt Ihr Zelt aufgeſchlagen, ſo werden Sie Beſuche erhalten; aber täuſchen Sie ſich nicht, man kommt nur aus Neu⸗

gierde, um zu ſehen, ob Sie ein Menſch wie andere Menſchen ſind.

Die Araber kauern um Sie herum und ſtieren Sie wie Blödſin⸗ nige an. Achten Sie darauf nicht. Sagen Einige:„Sei will⸗ kommen!“ ſo antworten Sie ohne Lachen mit Kopfnicken, welches bedeutet:„Es iſt gut.“ Wenn Sie es im Stande ſind, bleiben Sie ſtumm oder ſprechen Sie doch wenigſtens nur im Nothfalle. Die Araber verachten Den oder ſchätzen ihn doch gering, welchen man Schwätzer nennen kann. Man darf bei ihnen dumm, ſehr dumm ſein; es iſt ehrenhaft ein Dieb oder Mörder zu ſein, eine Schande iſt es aber viel zu ſprechen.

Man wird Sie mit Fragen über Ihre Abſichten überſchütten, ſobald ſie davon Kenntniß haben; mögen Sie auf Ihrer Hut ſein. Antworten Sie auf die Fragen wenig und immer mit Be⸗ ſcheidenheit. Man wird fragen:„Jagſt Du den Löwen am Tage oder in der Nacht?“— antworten Sie:„Am Tage und in der Nacht.“—„Allein oder in Geſellſchaft?“—„Allein. Ich komme über das Meer her, um den Löwen zu jagen, weil er Euch ſo vielen Schaden thut; weil es eine Wohlthat für Euch iſt ihn zu tödten; weil im Kampfe mit ihm ſtets der Tod zu fürchten iſt und wir in Europa dem Tode gern entgegentreten wo es gilt Gutes zu wirken.“

Da ſagt vielleicht ein junger Mann ſchlau:

„