Vorwort. ten, die ſchußfertig neben mir liegt und ſchieße bis der Löwe fällt.— Geht er verwundet wr gehe ich auch, weil ich weiß, daß ich ihn am andern Morgen todt oder vom Blutverluſt doch ſehr geſchwächt finden werde. Der verwundete Löwe iſt ein zu gefährlicher Gegner als daß der Menſch, der Schwächling, ihm zu folgen wagen dürfte. Ich kehre im Fieber in mein Zelt zurück; ich ſchlafe nicht; ich fahre bei jedem Geräuſch auf; bei dem erſten Tagesgrauen bin ich auf den Beinen und warte in der ängſtlichſten Spannung auf die Berichte, welche mir meine Kundſchafter zu bringen haben.““—
So ſchilderte Gerard ſelbſt ſeine Empfindungen im Kampfe mit dem Löwen; jetzt mögen die Leſer verſuchen, in welche fieberhafte Auf⸗ regung das Leſen ſeiner Erzählungen von den Kämpfen mit dem Kö⸗ nige der Wälder ſie verſetzt.
Leipzig, Juli 1855.
A. Diezmann.


