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Der Pallast der Wahrheit / aus dem Franz. der Gräfin von Genlis übers. von L. Petz
Entstehung
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indem er ihn auf einen Sr legte, ſagte er: Ich hätte Ihnen dieſe Geſchichte verſchweigen, den Talisman be⸗ halten und Sie überreden können, ich ſey Mirza nicht gefolgt, und habe all ihren Lockungen widerſtanden; al⸗

lein, wiewohl ich Ihrer Hand nicht entſagen kann, oh⸗

ne meinem Glück zu entſagen; ſo will ich doch noch immer Sie lieber verlieren, als Sie täuſchen. Ja, Zeolide, ich war verführt, hingeriſſen; ich habe nicht mehr jene blinde Leidenſchaft für Sie, jenes heftige Ge⸗ fühl, das Sie mir vor unſerer Ankunft in dieſem Pal⸗ laſt einflößten; allein ich liebe Sie, wie ich Sie mein ganzes Leben hindurch lieben werde; ohne Sie kann ich nicht glücklich ſeyn, und Sie allein ſind im Stande, mir auf der Welt mein Glück zu gewähren.

Bei dieſen Worten reichte die liebenswürdige Zeo⸗ lide Philamir die eine Hand, welche er mit Entzücken empfing. Die Geſinnung, ſagte ſie, die Sie mir zeigen, iſt hinreichend für mein Glück; wenn dieſer Pallaſt nur die Täuſchungen zerſtörte, welche der Liebe Nahrung geben, ſo würde ich es nicht bereuen ihn bewohnt ha⸗ ben zu wollen; allein die Luft, die man hier athmet, iſt ſogar für die Freundſchaft tödtlich! Kommen Sie, Philamir, kommen Sie; verlaſſen wir auf ewig dieſen

gefährlichen Aufenthalt. Mit dieſen Worten ſtand die