Verkettung, raſcher Gang und fortſchreitende Entwickelung der Begebenheiten, Eigenthüm⸗ lichkeit und feſte Haltung der Charaktere, ſtrenge Moralität und deutlich ausgeſprochene Bekanntſchaft mit dem höheren Converſa⸗ tionston ſowohl in dem Original als in der Überſetzung, eine Lectüre dieſer Art empfeh⸗ lungswerth machen, ſo können wir dieſes Werkchen gewiß nicht unter die gleichgültigen Erſcheinungen unſerer deutſchen romantiſchen Literatur gerechnet ſehen.
Bey demſelben Verleger ſind erſchienen:
Vivian, oder der Mann ohne Cha⸗ rakter. Aus dem Engl. der Miß Edgeworth. 2 Bände mit ſchönen Kupfern. 1814. 2 Rthlr. 16 Gr.
Emilie oder der Frauenzwiſt. Aus dem Engl. der Miß Edgeworth. Mit Kupfer. 3. 1816. 1 Rihlr.
Dieſe beiden Romane gehören zu einer Reihe Scenen aus der großen Welt, wie ſie die Verfaſſerinn betitelt, und die zu den geſchätzteſten Producten aus der frucht⸗ baren Feder der Miß Edgeworth gerechnet werden. In Vivian iſt es die Männer⸗ und man möchte ſagen die miniſterielle Welt der Britten, die feltſame Verkettung des öffentlichen und Privatlebens der Gent⸗ leman's, in welche die Verfaſſerinn forſchen⸗ de Blicke wirft und aus der ſie ſich ihre Zeich⸗ nungen in die Feder dictiren läßt; in dem
zweyten aber iſt es beſonders die Frauenwelt
ihrer Nation, in welcher ſich die geübte Be⸗ obachterinn umſieht, und aus der ſie uns ei⸗
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