Teil eines Werkes 
2. Theil (1817)
Entstehung
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rr 21I om bensgefahr ſie gerettet hat! Als ſie Abends im traulichen Familienzirkel wieder beyſam⸗ men waren, erzählte Placide, zwiſchen Ines und Donna Bianca ſitzend, die Geſchichte ſeiner Reiſen während des Kriegs in Spa⸗ nien. Dieſe Erzahlung, welche Ines in ſchreck⸗ bares Staunen verſetzte, erregte unbeſchreib⸗ liche Rührung bey Dom Pedro und ſeiner Gattinn. Nur um Mitternacht trennte ſich die Geſellſchaft. Placide, im höchſten Ge⸗ nuſſe des Glückes, ſtieg wieder in den Gar⸗ ten, nicht, um nochmals eine ganze Nacht dort zuzubringen, ſondern nur um einen Au⸗ genblick ſich zu ſammeln und in all den füßen Erinnerungen dieſes merkwürdigen Tages noch einmal ungeſtört zu ſchwelgen.O flüch⸗ tiger betäubender Rauſch der Leidenſchaft, rief er aus,o unruhiger und ver⸗ gänglicher Traum der Liebe! wie dürftig er⸗ ſcheint euer Gluͤck neben der lautern unaus⸗ ſprechlichen Freude, mit welcher reines Ge⸗ fühl der Natur, treue Freundſchaft und Tu⸗ gend uns beſeligen! 4 Ende.