MA 8 9 Deckmantel eines verbrecheriſchen Aberglau⸗ bens dienen mochte. Sie geſtand zuletzt, daß im Thurme wirklich eine ärgerliche Entwei⸗ hung in ſehr ſträflichen Abſichten getrieben werde, und daß die alte Pförtnerinn allein dieſe nächtliche Verſchwörung leite. Wuͤrde ich ſie rufen laſſen, ſo würde ſie alles läug⸗ nen, und wollte ich mich ſelbſt in's Schloß verfügen, ſo würde ich nichts wahrzunehmen finden, denn ſie würde gleich dafür ſorgen, daß der ſchwarze Trauerflor, die Todtenköpfe und der Sarg, welche eine Gerüſtkammer des Schloßthurms füllten, bey Seite geſchafft würden. Da ich dieſe einzelnen Geſtändniſſe ihr nur mit Mühe entribß, ſo drohte ich ihr, die ganze Sache der Inquiſition zu hinter⸗ bringen. Sie erwiederte hierauf, da ſie wüß⸗ te, wie gut und großmüthig Sie, meine Gnädige, ſich zeigen, ſo wolle ſte nur Ihnen dieſe furchtbaren Geheimniſſe entdecken, denn ſie ſey daun überzeugt, Sie würden ſie ge⸗ gen die mächtigen Feinde zu ſchützen wiſſen, welche ihr aufrichtiges Geſtändniß gegen ſie wecken werde. Ich bin deßwegen hier,
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