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Verwegene Freude! eitle Hoffnung eines
ungetrübten Glücks hienieden, wie gefährlich
iſt der Rauſch eurer voreiligen Wonne! In
ſüßem Zauber flogen mir die Stunden dieſes
Tages hin, doch trübte ſelbſt dieſen augen⸗ blicklichen Genuß die innere Gährung meiner Unruhe, ich dachte nur ewig auf den kom⸗ menden Montag, den Tag unſerer bevorſte⸗ henden Trauung. Wie oft entſchlüpfte dieſer Montag meinem Munde, ein Tag, an deſ⸗ ſen künftige Erſcheinung ſich die Sphäre meiner Hoffnungen und Wünſche, die ganze Gegenwart meines fühlenden Daſeyns knüpf⸗ te! Für jeden anderen Gegenſtand war meine Empfindung todt, nur die Erwartung dieſes überſchwenglichen Glücks, dem meine Phan⸗ taſie die ſtrahlende Gluth der lebhafteſten Farben lieh, hielt meinen Athem rege. Plötz⸗ 1*


