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Marianne oder Um Liebe leiden. Th. 1
Entstehung
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tigen trägt ſich mit einer kleinen Sendung, womit Sie Ihre Laufbahn beginnen ſollen.“

„Meine Laufbahn?“ lachte Albert.„Ich habe für meinen Geſchmack genug gelaufen; ich verlange vor der Hand nach nichts, als mein eigener Herr zu bleiben. Dem Könige muß ich mich freilich vorſtellen; ſo gern ich noch eine Weile incognito geblieben wäre.“

Der Graf verſchwieg, daß er ſelbſt eigentlich die Dienſtberufes für Albert angeregt hatte, und zwar mit der Miene eines leiſen Auftrags von dem jungen Grafen. Er eilte daher über deſſen Aeuße⸗

Sache eines

rung hinweg und rieth ihm nur, auf irgend eine Weiſe ſeine Aufwartung bei Hofe in nahe Ausſicht zu ſtellen. Er kam dann mehr und mehr mit dem Bunterlei ſeiner Geſchichtchen in Zug, und Albert hörte ihm mit gutem Humor zu, ſo wenig er ſich ſowohl vom Gehalte als vom Tone der Mittheilungen angeſprochen fand. Denn alles was Graf Bodo vorbrachte, war von Stand⸗ punkten aufgefaßt, die er einſt als Gardeoffizier und Kammerherr leichtfertig genug eingenommen hatte. Fra⸗ gen der höheren Politik oder des kirchlichen Einfluſſes einer ſehr thätigen Partei lagen ihm fern. Nur die Standesvortheile, die man dort betrieb, ließ er ſich näher angehen. Einige Hofgeſchichten und Vorfälle in höhern Kreiſen intreſſirten indeß Albert in ſofern, als ſie ihm neben den Geſichtspunkten, aus denen Graf Bodo ſie