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Marianne oder Um Liebe leiden. Th. 2
Entstehung
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an Sidoniens Hand eine hohe Laufbahn betrat; im Gegentheile gewann es das Anſehen, als ob er dieſe Hand und dieſen Weg insgeheim im Auge gehabt hätte. Die perſönlichen Vortheile, auf welche die Gräfin bei jener frühern Verbindung gerechnet, und beſonders den Beſitz des eben bewohnten Gutes mitgezählt hatte, blieben ihr jetzt noch geſicherter; indem Albert durch die neue Bekanntſchaft viel gewiſſer in die Diplomatie, an den Hof, oder in die höhern Staatsämter gezogen würde, als wenn er mit Eugenien ſeiner Neigung hätte nachgeben können und ein Bauernfürſt, ein—„Land⸗ graf,“ wie ſie es ſcherzhaft nannte, geworden wäre.

Und dann Albert, wenn er von ſeiner„Don Quixo⸗ terie“ mit dieſer„Dulcinea von Nettlingen“ ſchnell genug zurückkommen ſollte, mußte er nicht von ihr ent— fernt und in den Zauberkreis eines genialen und mit ungewöhnlichen Reizen ausgeſtatteten Mädchens geführt werden? Und welch' ein Triumph war Das über ſeinen verirrten Geſchmack und zugleich über dies anmaßliche Geſchöpf, das— eine würdigere Wallberg ſpielen wollte!

Ja, dieſe Närrin mußte fort. Aber nicht bloß fort, ſondern ſie mußte gezüchtigt werden,— gezeichnet, ſie durfte nicht ohne ein Gedenkzeichen ihrer Ueberhebung das Schloß Wallberg verlaſſen. Ein bleibendes Uebel etwa, ein hinkender oder entſtellter Fuß, wäre