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Paris zu einem Bulletin ſagen, in welchem von keinem Blutvergießen die Rede iſt? Ich werde mit meinem erſten Bulletin ſehr ſchlecht debutiren, man wird es in Paris nicht leſen wollen und man wird auf die Ab⸗ ſetzung eines Feldherrn dringen, der den Pariſern gleich mit dem er⸗ ſten Bulletin Langeweile macht.
In dieſem Augenblicke ſetzte ſich eine ungeheuer große Stechfliege auf ſeine rechte Wange und er rief: Teufel! wo kommt der Stich mit der Koſakenlanze her?
Ich, der ich zu ſeiner Linken ſtand, ſchlug mit der Hand die Stechfliege auf ſeiner Backe todt, ſo daß das Blut des Inſects eine förmliche Blutlache in der Vertiefung ſeiner ausgehöhlten Wange bildete.
Excellenz, bemerkte ich, es war nur eine Stechfliege, eine geſchworne Feindin der weſtlichen Civiliſation!
Mein Schlag war aber etwas kräftig ausgefallen, denn ſeine Backe lief davon an, und ärgerlich fragte der Marſchall: Ernſt oder Spaß?
Die Wahrheit liegt in der Mitte, erwiederte ich.
Eine ziemlich fühlbare Wahrheit! bemerkte Lord Raglan trocken.
Wenigſtens können Sie nun, Herr Marſchall! ſagte ich weiter, in Ihr Bulletin die Phraſe einfügen, daß bei der Ausſchiffung auch Blut gefloſſen und Ihre rechte Wange davon beſpritzt worden ſei. Haben Sie nicht Luſt, ſofort einige Razzien zu unternehmen, Herr Marſchall? fügte ich hinzu.
Sein Geſicht glänzte vor Grimm und Vergnügen. O, eine Razzie! rief er, das iſt doch noch dramatiſch! das iſt nervenaufregend! das iſt Leben! Aber in Conſtantine, wenn ich mich recht erinnere, waren Sie ſtets ein Gegner dieſer Razzien und verdammten ſie, beſchränkter gut⸗ müthiger Deutſcher, der Sie ſind, als inhuman.
O, erwiederte ich, im Dienſt der weſtlichen Civiliſation iſt Alles erlaubt, Plündern und Morden, Sengen und Brennen!
Sie ſind mein Mann, Herr Ober⸗Geheim ⸗Feldmarſchall! rief St. Arnaud, und klopfte mir auf die Schultern; ich hoffe, wir wer⸗ den uns verſtehen.
Folgenden Tags unternahm ich für meine Perſon eine Recognos⸗ cirung gegen die ruſſiſche Stellung und traf bald auf einen vereinzel⸗


