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Fritz Beutel : eine Münchhauseniade / von Hermann Marggraff
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ſitze, ſeinen Harem, eingepackt gehabt, um ihn mir zu überſchicken; aber bei meiner jetzigen Stellung zu Omer Paſcha würde eine ſo eclatante Auszeichnung zu viel böſes Blut im Hauptquartier machen, und ſo habe er ſich genöthigt geſehen, ſeinen Harem wieder aus⸗ packen zu laſſen. Leider ſähe er ſich gezwungen, unter allerhöchſter Anerkennung unſerer ſonſtigen Verdienſte, uns Beiden eine Naſe zu ſchicken, in die wir uns theilen möchten, damit auf Keinen zu viel komme; und erſuche er mich, mir meinen Antheil an dieſer Naſe im Hauptquartier abzuholen.

Gerade in dieſe Zeit fiel die Expedition nach der Krim, und man kann ſich denken, mit welcher Freude ich unter dieſen Umſtänden dem an mich ergangenen Rufe folgte, als Ober⸗Geheim⸗Feldmarſchall daran Theil zu nehmen. Meine Miſſion war, der Mittelsmann zwiſchen Lord Raglan und dem Marſchall St. Arnaud zu ſein, ihre Differen⸗ zen auszugleichen und wieder gut zu machen, was der Eine oder der Andere oder Beide zuſammen verderben würden. Vom Augenblick der Einſchiffung an ließ mich St. Arnaud nicht von ſeiner Seite; der engliſche Obergeneral zeigte ſich zwar darüber ein wenig ungehalten, aber der franzöſiſche Marſchall erklärte, ſo leidend zu ſein, daß er nothwendig einer Stütze bedürfe. So kränklich er bereits war, ſo tiegerhaft war ſeine Natur; er war ein ächter Zuaven⸗General. Nur recht viel Blut, lieber Freund! ſagte er zu mir; ich werde bald da⸗ hin ſein; aber vorher will ich noch ein ordentliches Blutbad nehmen, vielleicht erfriſcht mich das wieder. Alſo, Freundchen, nur recht viel Blut! Mit Blut ſchreibt man ſeinen Namen in die Annalen der Weltgeſchichte!