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Fritz Beutel : eine Münchhauseniade / von Hermann Marggraff
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doch aufs will ich mich fügen und mich auf einen Namen taufen laſſen. Nun

habe ich Sie, verehrteſter Herr Vater, an den letzten Tagen oft aus einer Ge⸗ einem Buche vorleſen hören, worin die heldenmüthigen Thaten des der für großen Fritz beſchrieben waren. Die Thaten dieſes ſeltenen Mannes, hüſſel an den ich mir früher oder ſpäter zum Muſter zu nehmen erlauben werde, dan kann haben mich immer auf's Lebhafteſte intereſſirt, und da ich etwas vom denn ſo Blute des alten Fritz in mir fühle, will ich, daß man mich auf den ber. Ich Namen Fritz taufe. Dieſer Name ſoll mir ſtets ein Sporn ſein, mich mit der des Mannes, der ihn trug, würdig zu zeigen.

Mein Vater drückte mir gerührt die Hand oder das Händchen und

ſtehenden

1, udem ſagte: Ich ſehe, du biſt ein echtes Preußenkind, ein Patriot wie ich; eriſch um dein Wille geſchehe dir; du ſollſt Fritz heißen!

men nun Es mag wohl nicht gerade häufig vorgekommen ſein, daß ſich ein eine erſte Täufling ſeinen Namen ſelbſt gewählt hat, vielleicht iſt es, außer in aus und meinem Falle, niemals ſonſt vorgekommen. Um ſo mehr verdiente fl in die dieſer Fall aufgezeichnet und dem Gedächtniß der Mit⸗ und Nachwelt den Mehl⸗ überliefert zu werden.

tauftun Ich benahm mich während der Taufhandlung ſehr anſtändig; ich en Jypeit raiſonnirte nicht dagegen, wie meine Eltern befürchtet hatten; denn ich herzliches habe vor allen heiligen Handlungen ſtets allen Reſpect gehabt. Ich iche ner weinte nicht, ich lachte nicht, aber ich blickte dem Geiſtlichen mit einem 3 nen Ausdruck in's Auge, daß derſelbe nach Beendigung des Acts verwun⸗ t n deß dert äußerte: Dieſes Kind ſcheint mir ſchon jetzt auf der Höhe der nüieue er theologiſchen Erkenntniß zu ſtehen; der künftige Conſiſtorialrath blickt Luſt dl ihm aus den Augen. Einer meiner vielen Oheime, ein gedienter erſanm 5. Unteroffizier, bemerkte dagegen: Herr Paſtor! wenn Sie jemals den ſied, zin alten Marſchall Vorwärts in der Nähe geſehen hätten, wie ich, ſo nter 4 würden Sie geſagt haben, dem Jungen blickt der Feldmarſchall aus etüür. 3 den Augen! Dieſe Vorausſagung erſchien mir viel ſchmeichelhafter, pf, 4 und ich drückte meinem Oheim dankend die Hand dafür. elchs El Zu dem Taufſchmauſe hatte unſer Gutsherr aus dem Schloſſe tiuan einige Flaſchen ſeines ſelbſtgekelterten Weines, einige Pfunde ſelbſt⸗ ich lie fabricirten Runkelrübenzuckers und ein Dutzend verſchrumpfter ſelbſt⸗ ſtimmungen gezogener Pomeranzen heruntergeſchickt, und es wurde hiervon ein

t 4. eer köſtliches Getränk bereitet, welches ich mir vorzüglich munden ließ. mh/ 3 2*