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taires philoſophiſchem Romane»Candide« nahm, um nicht ganz in einen engliſchen ſplenetiſchen Mißmuth zu fallen. Er las unter viel Zeitläufigem auch manches Perennirende unſerer Literatur, wie Hippel's Kreuz- und OQuerzüge des Ritters A. bis Z. und Herder's Briefe über Humanität,— ein Buch, reichhaltiger, als er ver⸗ muthet hatte, wenn auch in des Verfaſſers nicht unwür⸗ diger Art»leiernd und lavirend.« Dennoch konnte er ſich mancher trübſeligen Betrachtung nicht erwehren; zu⸗ mal als ihn die Nachricht von dem unglücklichen Ende ſeines Mit-Abgeordneten Lux vollends niederſchlug. Die⸗ ſer war nach ſeinem ſchwärmeriſchen Wunſche ein Frei⸗ heits⸗Märtyrer geworden. Sehr unbefangen vor dem Tribunal hatte er erklärt, er wiſſe, daß er nach den Geſetzen des Todes ſchuldig ſei, und es ſei ihm lieb. So war er denn auch auf das Schaffot geſprungen, voll von einer Idee für die er ſein Leben ließ.
In welch' düſterm Lichte ſah Forſter hinter ſolchem Wetter und Wandel alles Erhabene unſeres Daſeins an! Wenn er mit dem beſten Entſchluſſe, ſeine Kräfte aufzu— bieten, um ſich vorwärts zu bringen, doch wieder über⸗ legte, daß es mit all' den Qualen um 10 Jahre gelte, wandelte ihn ein Spott über das menſchliche Leben, deſſen Thorheit und Elend an. Alle Moralität ſchien ihm eine Poſſe, eine abgeſchmackte Empſindung, womit man ſich unter einander zum Beſten habe.—»Aller Aufwand von Kräften, was vermag er im Schickſal des ganzen Geſchlechts, was im Schickſal eines Einzigen zu ändern? fragte er. Wird nicht alles unaufhaltſam fort— geriſſen zu leiden und leiden zu machen, bis die Feder⸗


