Teil eines Werkes 
2 (1852)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

238 nur darum ſtolz, weil wir ſie unſern Befreiern darbrin⸗ gen können. Dieſe Vortheile und das Bedürfniß der Vereinigung ſind gegenſeitig, auch ſteht das rheiniſch⸗ deutſche Volk nicht an, es Euch zu bekennen. Es würde aber fürchten Eure Würde zu verletzen und zugleich ſei— ner reinen Liebe Unrecht thun, wenn es ſich auf klein⸗ liche Abrechnungen einließe. Die Liebe der Völker, wie die Liebe der Geſchlechter macht alles gleich; und wiſſen wir nicht, daß, wenn Ihr unſere Bitten gewährt, wenn Ihr die rheiniſch-deutſchen Gegenden der fränkiſchen Re⸗ publik einverleibt, nur die Aufrichtigkeit und Wärme, womit wir uns in Eure Arme werfen, Euch allein be⸗ ſtimmen werden?

(Folgen die Unterſchriften ſaͤmmtlicher Deputirten des rheiniſch⸗deutſchen Convents.)

Forſter nahm noch an den Berathungen über das Ver⸗ fahren gegen Bürger und Unterbedienſtete in Mainz, die den neuen Bürgereid bis zum 30. März nicht leiſten würden, mit ſehr entſchiedener Anſicht für die Expor⸗ tation und Vermögens⸗Einziehung Theil, und reiſ'te dar⸗ auf am 25. März mit ſeinen Mitabgeordneten, unter Begleitung des Commiſſärs Hausmann, nach Paris ab.

Seine bisherige Anſtrengung und Spannung des Geiſtes, ſein Eifer bei Zerriſſenheit des Gemüths ließen ihn im Drang der Abreiſe zu keiner klaren Erwägung der nächſten Zukunft kommen, über die ihn und vielleicht auch ſich ſelbſt die Franzoſen in Mainz täuſchten. So