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ihn der gemeinen Geſchäftsordnung nicht, und ſo über⸗ raſchte er eines Nachmittags den Miniſter von Schlieffen in deſſen Wendhäuſer Einſiedelei mit dem Geſtändniſſe, daß er aus dem Medaillenkabinete 2000 Rthl. an Werth entwendet, und für 300 Rthlr. beim Lombard verſetzt habe, auch weder dies, noch die 700 Rthlr., mit denen er in Beſoldungsvorſchuſſe ſtehe, zu erſetzen im Stande ſei.
Erſtaunt, entſetzt über den Menſchen, der ſeines Fürſten und ſeines Gönners Vertrauen ſo ſchmählich mißbraucht hatte, erklärte ihm der Miniſter,— ſo un⸗ werth er ſich durch ſeine Schandthat alles Wohlwollens gemacht habe, ſo wolle er doch hier auf ſeinem ſtets nur gaſtlichen Landſitze ſeiner Macht, ihn feſtnehmen zu laſſen, vergeſſen, da hierdurch das Entwendete doch nicht wieder erlangt werde; aber Rath wiſſe er ihm nicht, und von ihm ſelbſt wolle er nichts mehr wiſſen.
Raspe entwich nach Braunſchweig, wo er den Her⸗ zog um gnädige Verwendung beim Landgrafen anflehte. So bereitete der Unverſchämte ſeinem Gönner von Schlieffen auch noch den Verdruß, daß der Fürſt des Miniſters Vorwiſſen von der Flucht erfuhr.
Der Steckbrief, der den Profeſſor verfolgte, zeichnet uns ein wenig den äußerlichen Menſchen.— Raspe war von mittlerer Statur, länglichen Geſichts mit kleinen Augen und großer gebogner, ſpitzer Naſe; er trug ſein rothes Haar unter einer kurz am Kopfe gebundnen
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