Teil eines Werkes 
3. Bd. (1851)
Entstehung
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höchſten Erwartung.

Neunundfünßigſtes Kapitel.

bevorwortende Zeilen, ſtegelte dieſen Brief zu und klingelte dem Bedienten.

Der gereiste Lakai trat herein.

Dieſer Brief wird ſogleich beſorgt ſagte der Intendant, aber augenblicklich, er darf keine Minute mehr im Hauſe bleiben. War Jemand da?

Niemand als der junge Herr, der häufig zum Herrn Grafen kommt. Er erfuhr im Vorzimmer, daß der Herr Graf beſchäftigt ſeien und ließ dieſe Karte zurück.

Charles, ſagte der Graf leiſe vor ſich hin, ner war ihr ſo nah und doch ſo fern! Wo iſt Amadäus? Wenn er ſich im Hauſe befindet, ſoll er gleich zu mir kommen!

Auf dieſe Frage hin machte der gereiste Lakai ein äußerſt verſchmitztes Geſicht und verzog die Mundwinkel zu einem ſo komiſchen Grinſen, daß Graf Alfons, der zufällig aufblickte, gezwungen war, nach der Urſache dieſes ſonderbaren Lächelns zu fragen, 3

WDer Herr Haushofmeiſter, ſagte der Lakai,wartete lange im Vorzimmer, bis die Dame, welche beim Herrn Grafen war, herauskam.

Bis jene Dame, welche eben bei mir war, herauskam? wiederholte aufmerkſam Alfons.

Ja wohl, Herr Graf. Dann

Nun dann? Weiter!

Dann riß der Herr Amadäus ſeine Augen entſetzlich weit auf, wie er zuweilen thut, wenn er Geſpenſter ſieht.

Weiter, weiter!

Die Dame eilte ſehr ſchnell an uns vorbei die Treppen hinab und der Herr Haushofmeiſter hier grinste der Lakai abermals

Nun, was that er? fragte haſtig der Graf in der

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