332 Achtundfünfzigſtes Kapitel.
jenes Mädchens wußte?— Nein, nein! Als Ehrenmann durfte er keine Schritte thun, die Beiden zu vereinigen; ihn, ſeinen Freund, ein Talegte ein geachteter, ja faſt berühmter Name, und ſie e Arude Che O, der Gedanke war fürchterlich für ihn. 9 2
Endlich aber mußte er den Garten verlaſſen, und draußen auf der Straße hielt Charles mit ſeinem Wagen.
„Nun?“ rief ihm der junge Componiſt lachend entgegen, „der Herr General⸗Intendant haben ſich anſtändig lange aufge⸗ halten. Ich glaube, Hochdieſelben ließen ſich die Anfangsgründe des General⸗Baſſes beibringen. Das wär' für einen Chef des Theaters allerdings recht nothwendig.“
„Ja, ja,“ ſagte der Graf trübe ,üihend⸗ nes iſt ſo was, wir ſprachen lange über Muſtk.
Damit trat er an ſeinen Wagen und ſtieg auf ſeinen Sitz.
„Aber Sie ſcheinen mir trübe geſtimmt, lieber Graf,“ fuhr Charles fort;„haben Sie mit Benetti eine ernſte Unterredung gehabt, oder hat Sie vielleicht da ſonſt etwas intereſſtrt? Ei, ei?“ fuhr er laut lachend fort,„ich habe mir ſagen laſſen, der alte Italiener habe ſich eine neue Haushälterin zugelegt, und da— haben ſich natürlich der Herr Graf länger wie gewöhnlich aufgehalten!“
Alfons nahm Zügel und Peitſche in die Hand; jedes der Worte, die Charles ſprach, berührte ihn unangenehm, ja ſchmerzlich. Doch lag ihm Alles daran, nicht befangen zu er⸗ ſcheinen, weßhalb er ſich Mühe gab, in den Scherz einzugehen.
Die Pferde, des langen Wartens müde, ſchoſſen unge⸗ duldig dahin, und Alfons ſagte zu ſeinem Nachbar:„ja, ja, Sie haben es errathen, ich habe einige Worte mit der Haus⸗ hälterin des Alten geſprochen, 4 ch. B Mar he⸗
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