Teil eines Werkes 
3. Bd. (1851)
Entstehung
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Vierzigſtes Kapitel.

bei ihrem erſten Debüt ſo ungeheures Aufſehen machte, die kleine Marie, der Liebling des alten Benetti und des Publikums?

Ob ich mich erinnere! entgegnete der Angeredete, vſie gieng bald darauf nach Paris und dann nach Italien. Dubelli

begleitete ſie ja; ich habe noch bis vor wenigen Jahren von ihr

gehört, ſie machte in Mailand, Rom, Neapel, kurz, wo ſie auftrat, ein unerhörtes Glück, dann ward es auf einmal ſtill von ihr.

Sie ſprechen von der Signora Marina? ſagte der junge Diplomat;ſte nahm den Zunamen von ihrem Vornamen, da ſie, glaube ich, leider in dem Fall war, den Namen ihres Vaters nicht zu kennen.

Dieſelbe! ſagte Graf Alfons;haben Sie von ihr gehört?.

Noch mehr! ſagte wichtig der Attaché,ich habe ſie ſogar vor zwei Jahren in Neapel geſehen und muß geſtehen, in San Carlo nie etwas Aehnliches erlebt zu haben. Sie tanzte die Giſele ah! das war immenſe! Dieſe Grazie, dieſe Fertig⸗ keit! und ihre himmliſche Schönheit! Als Landsmann ſuchte ich mich ihr natürlich zu nähern, ihre Päſſe befanden ſich in unſerm Hotel und ich nahm Gelegenheit, ſie ihr ſelbſt zu über⸗ bringen.

Das intereſſirt mich außerordentlich, ſagte der Graf

und lehnte ſich horchend in ſeinen Fauteuil.Sie waren alſo

bei ihr?

Natürlich empfieng ſie mich, ſagte wichtig der junge Diplomat,doch nur in meinem geſandtſchaftlichen Charakter, denn ſie lebte ſehr eingezogen, ſehr anſtändig..

Keine Liebſchaft? Wußte man nichts der Art von ihr 22 fragte der Graf.