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Nennunddreißigſtes Kapitel.
Ein Schloß im Walde.
Wenn man dem Laufe des Neckars abwärts folgt bis beinahe zur alten Reichsſtadt Heilbronn, an den maleriſch ge⸗ legenen Städtchen Beſigheim und Lauffen mit ihren uralten Römerthürmen und hochgelegenen Kirchen vorbei und ſich als⸗ dann auf dem linken Ufer des reizenden Fluſſes von der Chauſſee ab auf ſchmalen Wald⸗ und Gemeindewegen in das Gebirge hinein wendet, ſo kommt man in ein reizendes Waldrevier, viele viele Stunden lang und breit, hie und da untermengt mit Getreide⸗ feldern und kleinen freundlichen Ortſchaften. Klare Waldwaſſer rieſeln von den Bergen in die Thäler; und neben der hochſtäm⸗ migen Tanne wächst die kräftige Buche, und zahlreiche Geſell⸗ ſchaften alter knorriger Eichen breiten ihre Aeſte aus über dicht bemoostem, bewachſenem Waldboden und ragen hoch in die Luft hinauf, wo auf der Spitze ihrer Krone vorwitzige Waldvögel hinausſchauen in das Neckarthal und dem Silberfaden des Fluſſes zu folgen im Stande ſind, weit über Heilbronn hinaus, in das flache Land hinein.. 1*


