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Im Hoftheater. 215
ſagte dieſer würdige Mann,„Demoiſelle Pauline behält ihre Partie und Sie, Dubelli, tanzen die andere. Ich will doch ſehen, ob ich noch Herr und Meiſter im Balletſaal bin. Aber, junger Mann, es gilt ein ernſthaftes Studium, Tag und Nacht bis zu der Aufführung, Tag und Nacht unausgeſetzt fort, da Sie das ungeheure Glück haben, nach kaum zweimonatlichen Studien eine ſchöne glänzende Rolle vor dem Publikum tanzen zu dürfen. — Guten Abend, meine Herrn!“
Die Pferde des Grafen, die lange gewartet— es war bei⸗ nahe halb Neun geworden und die Sonne am Untergehen— knirſchten ungeduldig in die Zügel und fuhren nun wie der Blitz mit dem leichten Phaeton davon. Der Graf brachte den Muſiker nach deſſen kleinem beſcheidenem Gartenhauſe vor der Stadt, und als nun der Künſtler allein in ſeinem Zimmer war, ſetzte er ſich an ſein Inſtrument, rief wilde ſchmerzliche Melodien aus den Saiten und ſeufzte, indem er das Licht der untergehenden Sonne ſah:„o Anna, mein verſchwundener Schutzgeiſt, wenn auch du mein erſtes Werk hören könnteſt!“


