Teil eines Werkes 
2. Bd. (1851)
Entstehung
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Dreiundzwanzigſtes Kapitel.

Ein Bürgerball und ſeine Folgen.

8.

Die Honoratiorentochter, welche wir ſchon einige Mal zu erwähnen das Vergnügen hatten, hieß Eliſe, und die zahlreichen Kinder der zahlreichen Familie, mit denen ſie umgieng, nannten ſte nur Tante Eliſe— eine Benennung, die ſie ſich hätte gern gefallen laſſen und gefallen ließ von den kleinen Kindern bis zum vierten Jahr— daß aber herangewachſene Bengel von zwölf bis vierzehn Jahren immer noch Tante Eliſe ſagten, war ihr ſehr unangenehm, denn ſie fürchtete mit einigem Grunde, ſie werde aus dieſer Tantenſchaft nie mehr herauskommen, eine ewige Tante bleiben, ohne von einem menſchlichen Weſen je den Namen einer näheren Verwandten zu erhalten.

Tante Eliſe war die verwaiste Tochter eines Oberregie⸗ rungsraths und einer Oberregierungsräthin. Ohne daß ſie gerade häßlich geweſen wäre, konnte man ſte auch nicht hübſch nennen. Sie wurde im nächſten Sommer vierundzwanzig Jahre alt, das geſtand ſte nämlich ihren vertrauten Freundinnen nun⸗ mehr ſeit zehn Jahren ein, und wenn man ſo ihr Aeußeres in.