Teil eines Werkes 
1. Bd. (1851)
Entstehung
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Unter dem Stadtgraben. 333

ſchwöre Euch, laßt uns ein anderes Leben anfangen! Ich bin ja jung und ſtark, ich kann und will arbeiten, laßt uns die Stadt verlaſſen, laßt uns im Lande herum betteln gehen das iſt ja für mich doch nichts Neues! bis wir einen ehrlichen Erwerbs⸗ zweig gefunden haben.

Nach dieſer Rede zum erſten Mal ſchaute die Mutter ihre Tochter mit einem Blicke an, in welchem ſich einige Hoffnung malte, und während ſie ſich ſcheu rings umſah, ſagte ſie haſtig, aber mit leiſer Stimme:ja, wir wollen, mein Kind! mein armes, unglückliches Mädchen! und zaͤhlreiche Thränen ent⸗ ſtrömten ihren Augen ja, wir wollen fort von hier, komm! jetzt gleich! noch heute Nacht!

Heute Nacht? jetzt gleich? entgegnete das Mädchen und eine tiefe Röthe flammte in ihrem Geſicht auf.Heute Nacht wird's nicht gut gehen, auch iſt ja die Nacht bald vorüber, aber Morgen Nacht, dann ſicher, Nees refreef ſprecht mir das?

Ja, wenn du willſt, mein Kind, ſagte die Frau ſicht⸗ lich erleichtert;aber der Steinmann? Wenn der Steinmann kommt?

Den laßt nur kommen, Mutter, entgegnete das Mädchen und richtete ſich hoch empor,den laßt kommen, mit dem werde ich fertig, wenn Ihr, Mutter, ihn nicht unterſtützt.

So endigte das Geſpräch zwiſchen Mutter und Tochter, und es war der Frau in dieſem Augenblicke mit der projektirten Flucht vollkommen Ernſt, und während das Mädchen durch den heranbrechenden Morgen ermuthigt, in ihr Bett zurück gieng, ſuchte die Mutter gllerlei Kleidungsſtücke und andere Sachen in den Schubladen und Schränken zuſammen, machte ein Paket daraus und verbarg es in dem geheimen Fache des Wand⸗ ſchrankes.