Teil eines Werkes 
1. Bd. (1851)
Entstehung
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Einundzwanzigſtes Kapitel.

Unter dem Stadtgraben.

Das Haus, in welchem die Jungfer Kiliane wohnte, war, wie überhaupt die meiſten, die, von der Stadt aus gerechnet, dieſſeits des alten Grabens ſtanden, uralt und zählte noch mehr Lebensjahre, als das Kloſter ſelbſt. Es war verſehen mit jenem hohen und ſpitzen Giebeldache, wie es die Alten ſo gern auf ihre Häuſer ſetzten, mit mehreren Etagen, Böden und Kammern; es hielt das Haus warm, ſchützte es vor allen Winterſtürmen und es ſtund darunter da, wie mit einer rieſenhaften und warmen Schlafmütze verſehen.

Im Hofe dieſes Gebäudes befanden ſich Wagenſchuppen, Holzremiſen, die, obgleich ſie einer viel, viel ſpäteren Zeit an⸗ gehörten, doch neben dem geſunden und ſoliden Hauptbau krüp⸗ pelhaft und altersſchwach daſtanden. Auf dieſen Remiſen waren ein paar Zimmer, die einmal von einem Handelsherrn erbaut worden, der, im Vorderhauſe wohnend, im Hintergebäude ſeine

Schäzeſtuben haben wollte; auch hatte er eine Gallerie bauen