Teil eines Werkes 
1. Bd. (1851)
Entstehung
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300 Zwanzigſtes Kapitel.

Daß Ihr zuweilen hin kommt, weiß ich, ſagte finſter der Steinmann,und ich hoffe, Kamerad, daß du bloß hin⸗ gehſt wegen der Verwandtſchaft mit der alten Müllere; denn das ſchwöre ich dir zu, haſt du dort andere Mucken im Kopf, ſiehſt du mir das kleine Mädel, die Anna, nur mit einem unrechten Blicke an, und ich erfahr's, was nicht ausbleibt, ſo haſt du deinen letzten Gang gemacht.

Ach, was werd' ich! ſagte der Andere mühſam lachend. Gott verdamm' mich, was habt Ihr für dumme Ideen, Ge⸗ vatter! Die Anna iſt jetzt achtzehn Jahre und bleibt für Euch aufgehoben; hat's Euch die alte Müllere nicht verſprochen? und die ſitzt wie ein Drache da und hütet das Mädchen.

Ich habe ſte ſauer verdient, ſagte der Steinmann nach⸗ denkend;wie viel Geld habe ich nicht an die Alte gehängt! wie oft kam ſie zu mir gelaufen und ſagte: ich muß Dieß und Das haben, ſonſt iſt mir Alles feil: Weiß der Teufel, ich habe dieſes Mädchen doppelt und dreifach bezahlt.

Dafür wird ſie Euch auch bleiben, antwortete der An⸗ dere, nſie iſt ja noch blutjung.

.Aber ſchön, verdammt ſchön! ſagte der Steinmann, und man hat Beiſpiele...

Denkt nicht mehr daran, erwiderte der Anderezwas meint Ihr alſo zu der Geſchichte mit dem Gelde?

Nun ja, ſagte der Steinmann nach einer Pauſe, nich will nicht mehr daran denken, aber denket Ihr daran, was ich vorhin geſagt. Damit langte er ein großes Brodmeſſer vom Tiſche und ſtieß es zwiſchen ſich und dem Gevatter in die Ofenbank.

Natürlich, natürlich! entgegnete der Andere;wir werden uns da nicht betrügen. Alſo abgemacht iſt, daß die alte Kiliane zweihundert Gulden baares Geld hat, die wird ſier