Teil eines Werkes 
1. Bd. (1851)
Entstehung
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298 Zwanzigſtes Kapitel.

könnte, den Kerl ſtatt in der rothen Livree in der grauen Jacke mit Mauleſeln und Miſtwagen fahren zu ſehen, wie wollte ich mich hinſtellen und ihn anlachen und ihm den alten, räudigen Hund hinaufwerfen auf ſein altes ſchäbiges Maulthier!“

„Das wäre allerdings zu überlegen,“ entgegnete der An⸗ dere, dem dieſe Idee augenſcheinlich geftel;“ man müßte nur auf eine pfiffige Art dem Wagen, bevor er ihn einſpannt, beizu⸗ kommen ſuchen, eine Schraube an der Deichſel losdrehen, ein Rad losmachen, etwas am Geſchirr verderben, was aber ſchwierig iſt, oder....“

„Vielleicht etwas in den Weg werfen, den er eines Abends zu fahren hat,“ ergänzte Hieinmann, und der Andere entgegnete:

„Ja, ja, es will Kberlegt ſein; aber man muß da verflucht vorſichtig zu Werke gehen.4

„Das iſt Eure Sache!“ ſagte der Steinmann ernſt und gebietend;„denkt Ihr auch einmal darüber nach, ich habe ſchon ſo viel ſür Euch herausklügeln und mein Gehirn anſtrengen⸗ müſſen, daß Ihr einmal ſelbſt etwas erfinden mögt, das gelingen wird; denn gelingen muß es, oder mich ſoll der Teufel holen! Herunter muß der Kerl!“— BVei dieſen Worten ſchlug er er⸗ grimmt mit der Fauſt auf die Bank.

„Laßt mich nur machen,“ ſagte der Andere lachend und zog ſeine Mütze unternehmend in die Augen;„wenn wir ihn nicht veranlaſſen, an einem ſchönen Abend auf der geraden Straße einen Hofwagen umzuwerfen, ſo ſoll mich der Teufel holen oder mich der Steinmann am hellen Tag bei einem Ein⸗ bruch erwiſchen!

„Schrei nicht ſo laut, Vieh!“ entgegnete der Steinmann und ſtieß ſeinen Gevatter freundſchaftlich aber derb in die Rip⸗ pen, dann wandte er ſich an die Wirthin, die eingetreten war,