Teil eines Werkes 
1. Bd. (1851)
Entstehung
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aanzeigten, daß es ihnen an der nothw

der Steinmann habe unten

Empfängerinnen mit einem

Zweites Kapitel.

war er blatternarbig und hatte nur ein einziges Auge, welches ſehr unangenehm ſchielte.

Wenn er als Diener der öffentlichen Gewalt die Knaben⸗ ſchaar zur Ruhe bringen wollte, ſo brauchte er ſich nur vor ſie hinzuſtellen und ſte mit ſeinem einzigen Auge ſcharf anzuſehen, was vollkommen hinreichte, um die Buben in höchſter Angſt nach Hauſe zu jagen. Ja, ſein Anblick erſchien denſelben ſo entſetzlich, daß ſie, um ſich ſelbſt recht in Furcht und Schrecken zu jagen, zuweilen Steinmannles ſpielten, wobei dann der Knabe der ihn vorzuſtellen die Ehre hatte, ſich bemühte, durch die furcht⸗ barſten Grimmaſſen und Fratzen die Geſichtszüge des Stadtſol⸗ daten nachzuahmen.

In ſeiner Eigenſchaft als Oberaufſeher der Lampen⸗ putzerinnen und Oelvertheiler hatte er ſich den Ruhm erworben, daß ein Wort von ihm, ja ſein Anblick hinreichte, um die armen alten Frauen zur ſtrengſten Pflichterfüllung anzuhalten. Wie eine Katze ſchlich er Tag und Nacht umher, und wenn eines der Weiber zufällig ein bischen Oel in ihrem Kännchen übrig behielt und nicht alles in die Laterne goß, ſo koönnte plötzlich in dem hellen Scheine dicht vor der Uebelthäterin das ſchreckliche Geſicht des Herrn Steinmann auftauchen und ſte lächelnd an ihre Pflicht erinnern. Dabei maß er ihnen das O

Oel ſo knapp zu, daß die 4 2 Laternen ſchon eine Stunde, bevör ſie erlöſchen durften, auffallend

zu kränkeln begannen und durch ein trübes Aufflackern deutlich endigen Nahrung fehle. Doch konnte man dem Steinmann darüber nichts anhaben, denn

das Gefäß war bis an den Rand gefüllt, und wenn er der letzten

Anzünderin ihr Oel gegeben, ſo drehte er daſſelbe um, und es

rann kein Tropfen mehr heraus; böſe Zungen aber behaupteten,

in ſeinem Oelgefäß einen großen auſe in ſeine eigene Lampe auspreſſe. ute Abend begann von Seiten der melancholiſchen Schr

Schwamm, den er ſpäter zu H Die Oelvertheilung heu

weigen und von