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kommt, iſt die welthiſtoriſche Macht der chhriſtlichen Idee... Die Schauer der Erinnerung an die blutige Märtyrerzeit begleiten ihn ſchon vom Fuß der Alpen... In Rom angekommen, ſieht er die Triumphe des Kreuzes... Kein Tiber, kein Nero, kein Domitian beherrſchen mehr das Univerſum... Die Vexillen und blutigen Fasces der Imperatoren, unter denen der chriſt⸗ liche Bekenner verſpottet, gefoltert, den wilden Thieren vorgeworfen wurde, ſind zerriſſen und zerbrochen... Der capitoliniſche Jupiter ſtürzte ſelbſt vom tarpejiſchen Felſen; den Rand ſeines zurückgebliebenen Seſſels ziert das Kreuz... Das Kreuz triumphirt über Cicero, Cato, Auguſt, Seneca... Es triumphirt ohne Rache... Sanct-⸗Michael auf der Engelsburg hält ſein Schwert nicht drohend empor, ſondern ſenkt es verſöhnt zur Erde...
So kann man fühlen, wenn Hunderte von Glocken nach San⸗Pietro in Montorio hinauf das Angelus tragen... Der nächſte Gruß kommt links aus San⸗ Onofrio, von Taſſo's Eiche herüber; zur Rechten von Santa⸗Cecilia über die botaniſchen Gärten aus Traſte⸗ vere... Hier oben bei den reformirten Franciscanern wird es ſpäter Nacht, als im Thal da unten, wo ſchon Hunderte von Lichtern aufblitzen... Die Mönche ſitzen ſoeben im Refectorium— eſſen Polenta— köſtlichen jungen Salat aus ihrem eignen Garten... Salz und Pfeffer, nicht Aſche darauf geſtreut, wie Petrus von Alcantara, der Stifter dieſer—„Reformation“— mit ſeinem Salat es zu halten pflegte.
Der fromme Pater Vincente, für den Bonaventura


