Teil eines Werkes 
2. Bd. (1858)
Entstehung
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Häuschens empor.

Es hing ein Blumenbret vor dem Wohnzimmer⸗ fenſter... alle drei Läden waren geſchloſſen.

Der Morgenthau, die herbſtlich friſche Luft kühlte die Augen des ſtillen Beobachters, der gewiß ſein konnte, draußen auf den Holzhöfen ſeines Vaters auch ſchon das lebendigſte Tagwerk begonnen zu finden.

Wie er einige Minuten ſo geſtanden hatte, nicht achtend der Neugier um ihn her, nicht achtend der Fuhr⸗ werke, die ſchon im Gang waren, der Ausrufungen, die ſchon von Verkäufern ertönten, öffneten ſich im erſten Stock die Jalouſieen an Benno's Wohnzimmer.

Benno war ſchon aufgeſtanden und öffnete, wie er war, im rothgeſtreiften Nachthemde, mit der einen Hand durch ſein dunkles Haar fahrend, mit der andern einen kleinen Vogelbauer unter die Blumen ſetzend.

Guten Morgen, Aſſelyn! rief Thiebold voll beben⸗ der Freude und faſt ſchüchtern hinauf.

Guten Morgen, de Jonge! war die ruhige und er⸗ ſtaunte Antwort.

Schon ſo zeitig auf?

Und Sie noch ſo ſpät wach?

Haben Sie ſchon gefrühſtückt?

Das nicht! Aber Reſte aufzuarbeiten... Doch kommen Sie nur herauf, falls Sie mir nicht wieder über meine alte Kaffeemaſchine die Ohren voll lamen⸗ tiren wollen!

Thiebold wußte ſchon, daß das alles von Benno nur Redensarten waren, die wenigſtens die halbe Freude der

Fenſtern ſeines Freundes im erſten Stock eines ſchmalen