als feierlicher Abſchied von jedem Erdengluͤck und jedem Erdenruhme iſt.
Frau von Stael wuͤnſchte, daß Athenais von Zeit zu Zeit ihre Vorleſungen durch einige harmoniſche Zwiſchenſpiele auf der Harfe unterbrechen moͤchte.
Ein ſolcher Verein der bezauberndſten Talente haͤtte einen feſtlichen Genuß gewaͤhren muͤſſen, wenn nicht Traurigkeit auf allen Geſichtern verbreitet geweſen waͤre, und Thraͤnen jedes Auge gefuͤllt haͤtten.
Dieſer, uͤber eine Trennung, deren Ziel zu beſtim⸗ men unmoͤglich war, verbreitete melodiſche Schleier, die herzerſchuͤtternden Worte einer begeiſterten Muſe, die milden und ruͤhrenden Toͤne, die Athenais Harfe entſchwebten, dieſes Verſchmelzen der reinſten Seelen⸗ erguͤſſe wuͤrden von entzuͤckender Wirkung geweſen ſeyn, wenn ſie nicht einen Moment haͤtten verhuͤllen ſollen, deſſen Erſcheinen nicht mehr zu hintertreiben war.
Jetzt trat ein tiefes Schweigen ein. An Unter⸗ haltung war nicht mehr zu denken. Die Schloßuhr ſchlug zwoͤlfe. Dies war die zur Abreiſe beſtimmte Stunde.
Frau von Stael ſteht auf, der Prinz folgt ihr, ſcheinbar aus Hoͤflichkeit, und ſich das Anſehen gebend, als knuͤpfe er keinen andern Gedanken an dieſe Be⸗ wegung.


