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Das Schloss von Coppet im Jahre 1807 : historische Novelle / aus dem Nachlasse der Gräfin von Genlis. Nach dem Franz. frei bearb. von C. G. Hennig
Entstehung
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Athenais, um den Expreſſen abzuſenden, und dieſe

ging in den Saal zuruͤck.

Athenais und der Prinz entfernten aus ihrem Gemuͤthe den ſchmerzlichen Gedanken an eine unver⸗ meidliche Abreiſe, und uͤberließen ſich ganz dem Gluͤck noch bei einander zu ſeyn. Die Unterhaltung an der Mittagstafel war ſehr lebhaft, ſo daß man faſt zwei Stunden ſitzen blib. Man kam auf die Kapelle des Einſiedlers zu ſprechen. Werner erzaͤhlte die Geſchichte dieſes intereſſanten Mannes, und lobte ſeine Beſtaͤn⸗ digkeit; Herr von Schlegel dagegen behauptete, daß man bei allzu erhoͤhtem Gefuͤhl nothwendig unbeſtaͤndig ſeyn muͤſſe, denn das gebieteriſche Beduͤrfniß zu lieben, ziehe ein leidenſchaftliches Gemuͤth ſehr bald zu einem neuen Gegenſtande hin, wenn es ohne Hoffnung geliebt habe, oder durch Entfernung oder Tod von dem angebeteten Gegenſtand getrennt worden ſey. Er fuͤgte hinzu, die Beſtaͤndigkeit ſey im Grunde nichts weiter als Gefuͤhlloſigkeit, und der Einſiedler blos ein alter pflegmatiſcher Menſch geweſen. Seymour pflichtete dieſer Meinung bei, die uͤbrigens von allen Anwe⸗ ſenden, am heftigſten aber von dem Prinzen be⸗ ſtritten wurde. Dieſer Streit dauerte bis man die Tafel aufhob, um in die Wagen zu ſteigen, und die gewoͤhnliche Spazierfahrt am See zu machen. Der

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