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Das Schloss von Coppet im Jahre 1807 : historische Novelle / aus dem Nachlasse der Gräfin von Genlis. Nach dem Franz. frei bearb. von C. G. Hennig
Entstehung
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denken, ich kann nicht daran glauben; und doch reiſen Sie ab!

Morgen erſt, ich muß mich noch von Frau von Stael beurlauben, und ſo werde ich noch dieſen ganzen Tag bei Ihnen zu bringen, wenn Sie mir aber das Gluͤck goͤnnen wollen, mich noch eine Stunde mit Ih⸗ nen unterhalten zu duͤrfen, ſo ſey es hier. Hier wer⸗ den wir von der Zudringlichkeit der Schloßbewohner nicht geſtoͤrt werden. Bei dieſen Worten ſah ſich der Prinz vergebens nach Stuͤhlen um, um ſich ſetzen zu koͤnnen; er bemerkte nur eine Art breite ſteinerne Bank, welche in einer Vertiefung der Mauer ange⸗ bracht war. Athenais lud ihn ein ſich zu ſetzen:Die⸗ ſer Stein, ſagte ſie,diente dem Einſiedler zur Lager⸗ ſtaͤtte; nie ſchloß hier ein ſanfter Schlummer ſeine ſchwe⸗ ren Augenlieder, und wie viele Thraͤnen wurden hier uͤber eine ſchmerzliche Trennung vergoſſen!

So werde ich fortan alle meine Naͤchte durchwa⸗ chen! Ja, die Vorſehung hat mich abſichtlich nach die⸗ ſem der Schwermuth geweihten Ort geleitet, um Ih⸗ nen hier das letzte Lebewohl zu ſagen. Die traurigſten Einnerungen aus einer troſtloſen Vergangenheit ver⸗ einigen ſich hier, um mir das Gemaͤlde der mich er⸗ wartenden Zukunft zu entwerfen. Athenais, wie ruͤh⸗ rend und wahr, iſt der mit großer Schrift dieſem