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Das Schloss von Coppet im Jahre 1807 : historische Novelle / aus dem Nachlasse der Gräfin von Genlis. Nach dem Franz. frei bearb. von C. G. Hennig
Entstehung
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trauen und ſeine Freundſchaft erworben hatte, und redete ihn mit den Worten an:

„Ich habe Ihnen viel zu erzaͤhlen, mein lieber William, Sie werden erſtaunen!“

„Gar nicht, Ihro Hoheit,“ erwiederte William laͤchelnd,„Sie ſind auf vierzehn Tage, die wir hier auf dieſem Schloſſe zubringen wollen, verliebt.“

„Auf die Dauer meines ganzen Lebens,“ erwie⸗ derte der Prinz in dem ernſthafteſten Tone:„Ja, fuͤr das ganze Leben!“

Bei dieſen Worten ſtand William wie verſteinert.

„Ha,“ ſagte er,„dies iſt fuͤr mich in der That etwas ganz Neues, nie haben Ihro Hoheit ſich noch gegen mich auf dieſe Weiſe ausgeſprochen.

„Weil ich bis jetzt nur fluͤchtige Neigungen ge⸗ kannt habe; ich liebe jetzt zum erſten Male, und ich fuͤhle, daß dieſer tiefe Eindruck in meinem Herzen ſich nie vermindern wird. Welches Weib wird je aus mei⸗ nem Gedaͤchtniß das Andenken an dieſes bezaubernde Weſen verloͤſchen koͤnnen, deſſen Bild mir uͤberall fol⸗ gen wird. Dies Ungluͤck fehlte mir noch in meiner grauſamen Lage. Ich hatte in mir ſelbſt hinlaͤngliche Kraft gefunden, um die ſchrecklichſten Unfaͤlle, das ploͤtzliche Hinſchwinden der Taͤuſchungen des Ehrgeizes und des Blendwerks der Groͤße, mit Muth zu ertra⸗