Teil eines Werkes 
1. Theil (1817)
Entstehung
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orn 164 A das peinliche Gefühl der Scham. Der Mann, dem ich meine innigſte Ehrfurcht zollte, hielt mich nicht fähig, mein Wort zu brechen, nicht fähig, mich von blinder Leidenſchaft da⸗ hin reißen zu laſſen! Ach, wie tief mich die Laſt ſeiner unverdienten Achtung beugte. Kaum konnte ich die Freude fühlen, mich frey zu wiſſen. Mir war, als ob für mich kein Glück geſchaffen wäre, denn leider! war ich wohl werth, welches zu empfinden, oder zu genießen? Da meine Leidenſchaft, deren Hinderniſſe plötzlich verſchwunden waren, die Stimme meiner Vernunft nicht mehr erſtick⸗ te, ſo konnte ich ohne Täuſchung in die grelle Blöße meines Herzens blicken! Ich ſeufzte über das unglückliche Loos der jungen Ines,

welche ohne Zweifel das Opfer eines Ver⸗

führers geworden war; nur aͤn wohl hatte ich leidenſchaftliche Verirrungen kennen ge⸗ lernt. Konnte je mein Auge Bianca's Reitz begegnen, ohne ſie anzubethen! Doch bald

beſeelten mich wieder Hoffnung und Liebe,

und um ihren Zauber deſto ungeſtörter zu genießen, entfernte ich, wiewohl nicht immer